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09.10.2017, Salzburg: Unsere Hand - ein Präzisionswerkzeug


Unsere Hände sind ein gefährdetes Präzisionswerkzeug - bei 43 Prozent aller Arbeitsunfälle sind die Hände betroffen. Alleine im Bundesland Salzburg sind das 3.646 Personen (Tirol: 3.017, Vorarlberg: 1.655) mit einer Verletzung in der Handregion im Jahr 2016.

Eingegipste Hand - Copyright: Ernst Buchleitner Handverletzungen zählen zu den häufigsten Folgen von Arbeitsunfällen - oft mit schwerwiegenden Auswirkungen. Die durch diese Unfälle bedingten Ausfallkosten für Betriebe und Wirtschaft sind beträchtlich, nicht zu vergessen das verursachte menschliche Leid, das durch Schmerzen und Einschränkungen auch bei den (scheinbar) einfachsten täglichen "Handarbeiten" entsteht.

Arbeitsschutz konsequent einhalten verringert das Unfallrisiko

Neben Zeitdruck, Ablenkungen und falscher Handhabung von Arbeitsgeräten kann auch Routine zu Unfällen führen. Beschäftigte sollten auch bei ständig wiederkehrenden Tätigkeiten volle Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Arbeitsgänge legen. Integrierte Schutzvorrichtungen an Maschinen dürfen auf keinen Fall entfernt werden. 

Besonders das Arbeiten an Holzbearbeitungsmaschinen ist gefährlich. Deshalb ist die Verwendung von Schutzeinrichtungen und Führungshilfen unbedingt notwendig. Für Jugendliche in Ausbildung ist eine theoretische und praktische Ausbildung an den Maschinen unbedingt erforderlich.

Bei rotierenden Maschinen (wie Standbohrmaschine, Drehmaschine oder Kreissäge) dürfen keine Handschuhe getragen werden, da diese leicht von der Maschine erfasst werden können. Werkstücke am besten fest einspannen und vorhandene Schutzvorrichtungen richtig einstellen.

Handschmuck wie Ringe, Ketten und Uhren bei Arbeiten an bewegten Maschinenteilen abnehmen.

Aber auch Unfälle mit Messern in Zusammenhang mit Handverletzungen sind nach wie vor an der Spitze der häufigsten Unfallursachen. Die Verwendung von speziellen Sicherheitsmessern ist hier anzuraten und mindert das Risiko.

Hände sind unser wichtigstes Werkzeug - ob im Beruf, in der Freizeit, in der Schule oder beim Sport. Abwechslungsreiche Arbeit und sichere Maschinen mindern das Unfallrisiko!

Die AUVA berät Unternehmen

Die Präventionsexpertinnen und -experten der AUVA beraten Unternehmen im Bereich der Prävention zum Thema Vermeidung von Arbeitsunfällen. Diesen Service können Unternehmen kostenlos in Anspruch nehmen.
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