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29.05.2017, Salzburg: Die Schattenseite der Sonne - Arbeiten im Freien


So angenehm die Sonnenstrahlen auf der Haut auch sind – die starke Sonnenstrahlung kann der Gesundheit schaden. Schützen Sie deshalb ihre Haut und Augen vor zu viel Sonne.

Im Sonnenlicht enthaltenes ultraviolettes Licht ist für die Gesundheit des Menschen von wesentlicher Bedeutung, da es zur Produktion von Vitamin D nötig ist. Allerdings reichen für das notwendige Maß schon wenige Minuten pro Tag aus. Die UV-Strahlung ist besonders für unsere Haut und Augen schädlich. Daher ist ein umfassender Sonnenschutz unerlässlich.

Umfassender Sonnenschutz unerlässlich

Sonnenbrand, Sonnenstich, Sonnenallergie, vorzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs können die Folge langanhaltender Sonneneinwirkung sein. 

Da wir die Wärme der Sonne spüren, die UV-Strahlung aber nicht, denken viele leider erst im Hochsommer an Sonnenschutz. Ein 8-Stunden-Arbeitstag ohne Schutz in der Sonne ist aber zu viel – schon die kühleren Monaten April/Mai sind von der UV-Belastung dem August gleichzusetzen.

Viele Berufsgruppen gehen ihrer beruflichen Tätigkeit großteils im Freien nach und sind dabei von früh bis spät der Sonne ausgesetzt. Gerade in den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung von April bis September besonders stark. Zu Sommeranfang, 21. Juni, erreicht die UV-Strahlung ihr Maximum.

Arbeiter im Freien sprüht Sonnenschutzmittel auf seinen Arm




Es empfiehlt sich eine Kombination von verschiedenen Schutzmaßnahmen:

  • Achten Sie auf ausreichenden UV-Schutz – bereits im Frühjahr und auch, wenn die Sonne nicht scheint.
  • Verwenden Sie Sonnenschutz von April bis September.
  • Tragen Sie möglichst lange und helle Kleidung sowie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz,  insbesondere wenn Sie in der Nähe von reflektierenden Oberflächen (Blechdächer, Foliendächer, Schnee, Wasser) sind. Bleche können mehr als 60 Prozent der UV-Strahlung reflektieren.
    • Schatten: Wenn möglich, sollte man sich zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten aufhalten.
  • Bedecken Sie möglichst viel Haut (Kopf, Nacken, Schultern).
    • Cremen Sie ungeschützte Körperstellen ein (besonders Ohren, Nase, Lippen, Unterarme).
  • Meiden Sie nach Möglichkeit Tätigkeiten in der prallen Mittagssonne.
  • Trinken Sie viel Wasser: Während den Hitzephasen im Sommer wird der menschliche Organismus zusätzlich belastet. Besonders betroffen sind Personen, die schwere körperliche Arbeit verrichten. Hier ist vor allem der Kreislauf belastet.
    Sehr hohe Temperaturen können zu Hitzekrämpfen, Hitzeerschöpfung oder im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen.
  • Lassen Sie Muttermale einmal jährlich kontrollieren.
  • Klären Sie Hautänderungen rasch mit Ihrem Hautarzt ab.


Trotz aller Warnungen nimmt die Zahl der Hautkrebserkrankungen weiter zu. Das bösartige Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs, ist die gefährlichste Hautkrebsart. Derzeit erkranken jährlich rund 12 von 100.000 Menschen an Hautkrebs. Insgesamt wurden 2009 in Österreich 1.327 bösartige Melanome der Haut diagnostiziert. Im Jahr 2030 werden es gemäß Trendvariante 2.551 sein, ein Plus von 92 Prozent. *

Die Präventionsexperten der AUVA beraten Unternehmen im Bereich der Prävention zum Thema Hautschutz. Diesen Service können Unternehmen kostenlos in Anspruch nehmen: Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter:
Tel.: +43 5 93 93-34701
oder per E-Mail: SUV@auva.at


* Trends der Entwicklung von Krebserkrankungen in Österreich
Eine Prognose bis 2030, Statistik Austria, Bundesministerium für Gesundheit, Jänner 2015. www.bmgf.gv.at


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