DRUCKEN

15.03.2017, Wien: Tag der Rückengesundheit - Ein starker Rücken kann auch entzücken


Mit Präventionsangeboten der AUVA dem "Kreuz mit dem Kreuz" vorbeugen.

Chronische Rückenschmerzen gehören zu den Hauptursachen für Krankenstände und Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätspensionen. Laut Statistik Austria leiden rund 43 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahren daran. Die damit verbundenen Arbeitsausfälle sind somit ein enormer volkswirtschaftlicher Kostenfaktor. Da viele Muskulo-Skelettal-Erkrankungen Ursachen in der Arbeit haben, rät die AUVA-Landesstelle Wien zur aktiven Prävention und sorgt mit umfangreichen Präventions-Angeboten dafür, die ergonomischen Arbeitsbedingungen in Betrieben zu verbessern.

Ursachen für chronische Schmerzen in Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule liegen oftmals in unergonomischen Arbeitsbedingungen. So genannte "Muskulo-Skelettal-Erkrankungen" sind ein Massenphänomen, das über den persönlichen Leidensweg für Betroffene hinausgeht. Auch die volkswirtschaftlichen Folgen sind enorm. "Um Krankenständen und einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben vorzubeugen, sind Präventionsmaßnahmen für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz unerlässlich", betont Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien, anlässlich des Tages der Rückengesundheit.

"Schwere Lasten" für den Rücken

"Das Hantieren mit schweren Lasten und starre, vorgegebene Bewegungsabläufe gehören zu den größten körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz. So kann z. B. falsches Heben und Tragen nicht nur dem Bewegungs- und Stützapparat der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers schaden, sondern in der Folge durch Ermüdung und Fehlbelastungen auch zu einem erhöhten Unfallrisiko am Arbeitsplatz führen", erklärt Markus Lombardini, Ergonom und Sportwissenschafter der AUVA-Landesstelle Wien. Aber auch der klassische Bürojob, bei dem der Großteil des Arbeitstages sitzend vor dem Computer verbracht wird, oder Arbeitsstress an sich stellen eine "Last" für den Rücken dar. Umso wichtiger ist es, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über ergonomische und rückenschonende Maßnahmen und Techniken informiert sind und darin unterwiesen werden. Grundsätzlich empfiehlt die AUVA für alle Tätigkeiten in allen Branchen die Einführung ergonomischer Arbeitshöhen sowie regelmäßige Abwechslung der Arbeitshaltung. Auch Mobilisations- oder Ausgleichsübungen können Rückenproblemen langfristig vorbeugen. Sie sind einfach in den täglichen Arbeitsablauf zu integrieren, nehmen nur wenige Minuten in Anspruch und können direkt am Arbeitsplatz durchgeführt werden.

Die AUVA: Partner für Betriebe in der Prävention

Wenn es um die Prävention von Gesundheitsgefährdungen und -gefahren am Arbeitsplatz geht, ist die AUVA der erste Ansprechpartner. Die Präventionsabteilung der AUVA-Landesstelle Wien unterstützt Arbeitgerinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit zahlreichen Angeboten für eine ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen und -abläufen. Erfahrene Ergonominnen und Ergonomen sowie Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner stehen Unternehmen in Wien, Niederösterreich und Burgenland beratend zur Seite - mit Fachvorträgen, Ergonomieberatungen oder im Zuge konkreter Arbeitsplatzanalysen vor Ort im Unternehmen.

Um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein rückendschonendes Arbeiten zu ermöglichen, und um sicherzugehen, ob ein Arbeitsplatz die ergonomischen Anforderungen erfüllt, können Unternehmen auf die Expertise der AUVA-Präventionsexpertinnen und -experten zählen. Im Zuge einer Arbeitsplatzanalyse aus ergonomischer Sicht kommt z. B. bei Sitz- oder Steharbeitsplätzen zudem eine spezielle Visualisierungs-Software zum Einsatz, die die Abweichung der eigenen Arbeitsposition von einer optimierten Grundeinstellung auf einen Blick erkennen lässt. Die objektive bildliche Darstellung von Belastungen in wichtigen Muskel-/Gelenksarealen wie Nacken, Schulter, Lendenwirbelsäule ermöglicht eine jrühzeitige Erkennung arbeitsbedingter Fehlhaltungen. Mit einer Ursachenanalyse und individuellen Lösungsvorschlägen kann so nicht nur möglichen Fehlbelastungen rechtzeitig entgegengewirkt werden, sondern eine generelle Verbesserung der
ergonomischen Arbeitsbedingungen erzielt werden.

Bei konkreten Fragen zum Thema ergonomische Arbeits(platz)gestaltung stehen die Präventionsexpertinnen und -experten der AUVA-Landesstelle Wien den Betrieben jederzeit beratend zur Seite.

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