DRUCKEN

16.01.2017: AUVA klar gegen geplante Erhöhung des Zuschusses für die Entgeltfortzahlung


Gefährdung der Unfallversorgung in Österreich durch weitere finanzielle Belastung der AUVA

Die AUVA stellt sich klar gegen jenen Teil des Ministerratsentwurfs, nach dem der derzeitige Zuschuss für die Entgeltfortzahlung für Kleinunternehmen stark erhöht bzw. sogar verdoppelt werden soll, obwohl die AUVA für diese Leistung sachlich nicht zuständig ist. "Eine weitere finanzielle Belastung ist für die AUVA nicht tragbar und würde die medizinische Unfallversorgung in Österreich massiv gefährden" sagt Anton Ofner, Obmann der AUVA.

Durch die gesetzlich verordnete Beitragssenkung seit Juli 2014 ist die AUVA bereits mit einem massiven Einnahmensentfall konfrontiert. Mit flächendeckenden Einsparungen sowie mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ist es der AUVA in den Jahren 2015 und 2016 gelungen, dieses Budgetloch von über 90 Millionen Euro ohne Qualitätsverlust wesentlich zu reduzieren. Müsste die AUVA eine zusätzliche finanzielle Belastung in Kauf nehmen, würde den Unfallkrankenhäusern die finanzielle Basis entzogen werden. "Gesundheitlich schwerst beeinträchtigte Menschen, wie Querschnittgelähmte, oder Verletzte mit Schädel-Hirn-Trauma könnten so nicht mehr länger bestmöglich versorgt werden. Auch die Schließung von Unfallkrankenhäusern würde damit wahrscheinlicher. Dies wäre in höchstem Maß verantwortungslos" so Ofner.

linkPresseaussendung als Download (157.1 KB)