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28.02.2019, Linz: Wenn der Wald ruft ... Die AUVA rät: Forstarbeiten an beschädigten Bäumen erfordern besondere Vorsicht!


Der letzte Winter war sehr schneereich und vielerorts läuft das Aufarbeiten der unter der Schneelast gebrochenen oder umgestürzten Bäume. Neben professionell ausgebildeten und langjährig erfahrenen Forstarbeitern werden auch Hobby-Holzarbeiter den Frühling für Waldarbeiten nützen. Für alle gilt: Das Tragen der richtigen Ausrüstung bestehend aus Forsthelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Schnittschutzhose, Forstjacke und Schnittschutzschuhen schützt bei Unfällen. 

"Bei der Waldarbeit lauern zahlreiche Gefahren. Versteckte Spannungen etwa, die sich energiegeladen in Sekundenbruchteilen lösen können. Auch das Gefahrenpotenzial der Maschinen selbst wird vielfach zu wenig berücksichtigt", erklärt Markus Putz, Experte für den Bereich Holz in der AUVA-Landesstelle Linz. Um Unfällen vorzubeugen rät Putz zu sorgfältiger Vorbereitung und gewissenhafter Planung und Arbeitsausführung, mit folgenden Sicherheitstipps:

Gewusst wie - Ausbildung macht die Arbeit sicherer 

Wer Gefahren nicht kennt, kann ihnen nicht entgegenwirken. Viele gefährliche Situationen können mit einfachen Mitteln entschärft werden. Persönliche Schutzausrüstung und richtige Arbeitstechniken minimieren die Unfallgefahr um ein Vielfaches.

Das passende Werkzeug verwenden 

Unpassende Ausrüstung vermindert nicht nur die Leistung und belastet den menschlichen Körper, sondern erhöht auch das Unfallrisiko. Am besten verwendet man eine richtig instand gehaltene Motorsäge mit einer optimal geschärften Schneideeinrichtung.

Gefahrenbereiche freihalten

Ein Sicherheitsbereich von mindestens 2 Metern rund um den Motorsägenführer sowie von 1,5 Baumlängen bei der Fällung plus ein talseitiger Bereich bei Arbeiten am Hang sind von anderen Personen frei zu halten. Wer Gefahrenbereiche konsequent frei hält, kann niemanden verletzen.

Gefahrenbereich für unbeteiligte Personen kennzeichnen

"Befristetes forstliches Sperrgebiet - Gefahr durch Waldarbeit, von … bis …". Mit dieser Hinweistafel müssen Forststraßen und Wanderwege gekennzeichnet werden, wenn sie sich im Gefährdungsbereich der Holzernte befinden. 

Eigenen Standort bekannt geben

Die Arbeiten werden oft an abgelegenen Orten durchgeführt, Waldarbeit bedeutet Teamarbeit. Arbeiten Sie nie alleine im Forst und vergessen Sie nicht, dass Sie sich bei jemandem abmelden und wieder zurückmelden.

Profis zu Rate ziehen

Ziehen Sie im Zweifelsfall einen Fachmann zu Rate. Wer weiß, wo man nachfragen kann, hat schon viel erledigt. Moderne und leistungsfähige Maschinen erleichtern die Arbeit, müssen aber fachgerecht verwendet werden.