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04.09.2019, Linz: Sicheres Wissen für den Schulstart


Die AUVA-Landesstelle Linz gibt Tipps

Für Oberösterreichs Schülerinnen und Schüler beginnt in wenigen Tagen wieder der Unterricht. Worauf man rund um den Schulweg achten sollte, um sicher und gesund zu bleiben, wissen die Sicherheitsberaterinnen und -berater der AUVA-Landesstelle Linz. Hier sind die wichtigsten Tipps für Eltern, Lehrer und Kinder zusammengefasst.

Üben, üben, üben

Grundsätzlich sollte der Schulweg, wenn möglich, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. "Kinder mit dem Auto in die Schule zu bringen, ist nicht die sicherste Variante", so Mag. Marina Pree-Candido, Direktorin der AUVA-Landesstelle Linz. "Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen vor den Schulen steigt das Unfallrisiko für alle Kinder. Außerdem sollten die Kinder üben und lernen, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält. Das geht nur, wenn sie selbst aktiv am Geschehen teilnehmen", erklärt Pree-Candido. Damit man die Kleinen guten Gewissens losschicken kann, sollte man die sicherste Route für den Schulweg gemeinsam auswählen und regelmäßig das sichere Verhalten am Weg üben - auch mit den Zweit- und Drittklässlern. Ein Rollentausch zwischen Eltern und Kindern hilft, den Übungsfortschritt zu überprüfen und zeigt, wo die Kinder noch unsicher sind und Unterstützung benötigen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Wiederholungen, desto sicherer wird sich das Kind im Straßenverkehr bewegen.

Sichtbar sein

90 Prozent aller Informationen im Straßenverkehr werden über das Auge aufgenommen. Sehen und Gesehen-Werden sind also das Um und Auf am Schulweg. In der dunklen Jahreszeit sollte man die Sichtbarkeit der Kinder erhöhen durch reflektierende Elemente auf Kleidung, Schuhen, Rucksäcken und Schultaschen.

Sicheres Verhalten vorleben

Kinder kopieren sehr stark die Verhaltensweisen von Erwachsenen. Je vorbildlicher sich die Großen verhalten, umso bessere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden auch die Kleinen. Für Eltern ist es ratsam, Gefahren nicht nur aufzuzeigen, sondern richtige Verhaltensweisen auch zu erklären. Zum Beispiel lässt sich sehr gut erklären, dass man sich nur dann einen guten Überblick verschaffen kann, wenn man vor der Überquerung einer Straße am Fahrbahnrand oder auf der Gehsteigkante stehen bleibt und mehrmals nach links und rechts schaut. 

Hohe Aufmerksamkeit bei allen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern

Das kindliche Gehirn kann Sinneseindrücke noch nicht zur Gänze verarbeiten. So ist es für Kinder schwierig, mehrere Informationen gleichzeitig zu verarbeiten - wie beispielsweise mit einem Freund zu sprechen und auf ein herannahendes Fahrzeug zu achten. Dazu kommt, dass Kinder allein aufgrund ihrer Größe den Verkehr nicht gut überblicken können. Für alle anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in Autos und Co heißt es daher, rund um Schulen und Schulwege besonders aufmerksam zu sein und bremsbereit zu fahren.

Schultasche richtig einstellen

Eine Schultasche sollte leer nicht mehr als 1,2 Kilogramm wiegen. Bei einer gefüllten Schultasche gilt eine Obergrenze von 12 Prozent des Körpergewichtes des Kindes, das entspricht beispielsweise 3,6 Kilogramm bei 30 Kilogramm Körpergewicht. Neben dem Gewicht, spielt der Sitz der Schultasche eine zentrale Rolle, um Haltungsschäden zu vermeiden. Auch beim Tragen der Schultasche muss - etwa durch das Hoch- bzw. Straffziehen der Schulterriemen - auf die richtige, körpernahe Einstellung (Oberkante der Schultasche auf Schulterhöhe) geachtet werden. Wichtig zur Prävention von Haltungsschäden ist auch das richtige Einpacken: Schwereres nach unten bzw. rückennah. Dadurch befindet sich der Schwerpunkt dicht am Körper und die Schultasche zieht nicht nach hinten.

Bewegung als Stärkung für den Stützapparat

Körperliche Bewegung ist eine Grundvoraussetzung für einen gesunden Stütz- und Bewegungsapparat. Eine gesunde Wirbelsäule, starke Muskeln und Koordinationsgeschick helfen auch in der Vorbeugung von Stürzen und sind Verletzungsprophylaxe. "Das Wichtigste ist, eine Form der Bewegung zu finden, die den Kindern Spaß macht. Dann kann man Bewegung spielerisch in den Alltag integrieren", rät Pree-Candido. 

Angebote der AUVA nützen

Die AUVA stellt gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) so genannte Schulwegpläne zur Verfügung:

linkwww.auva.at/schulwegplan

Dabei handelt es sich um eine große Straßenkarte mit dem Einzugsgebiet der Volksschule, die den sichersten Schulweg zeigt. Rund um diese Straßenkarte finden Eltern und Lehrer Sicherheitstipps, die beim Trainieren des richtigen Verhaltens im Straßenverkehr helfen. Sie zeigen, auf welcher Straßenseite gegangen werden soll, wo die Fahrbahn am sichersten überquert werden kann und welche Gefahrenstellen möglichst zu meiden sind.