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Pressemitteilungen

27.02.2019: Richtige Händehygiene kann Erkrankungen vorbeugen

Gerade in der Grippezeit gilt: die Hände als unsere wichtigsten Werkzeuge „sauber halten“

DGKP Gerold Witzany ist als akademische Hygienefachkraft im AUVA-Unfallkrankenhaus Linz für die richtige Händehygiene verantwortlich. Auf die Frage so mancher Kolleginnen und Kollegen, warum ihm dieses Thema so am Herzen liegt, gibt Witzany eine ganz einfache, aber eindringliche Antwort: „Die Hände sind unser wichtigstes Werkzeug und bei jeder Tätigkeit beteiligt. Egal, ob ich dem Patienten beim Waschen helfe, ob ich die Tür öffne oder mir selbst die Nase schnäuze – die Hände sind immer dabei.“

 

Gerade deswegen ist es jetzt in der Hochsaison der Grippe und grippalen Infekte wichtig, ganz besonders auf die richtige Hygiene der Hände zu achten. „Die Händehygiene beschreibt ein Paket von Maßnahmen, welche die Verbreitung von Krankheitserregern verhindern“, erklärt Gerold Witzany. Im Krankenhaus-Alltag umfasst dieses Paket:

  • das Tragen von Einweghandschuhen bei Tätigkeiten am Patienten
  • das Waschen der Hände
  • die Händedesinfektion
  • der Hautschutz mit speziellen Hautschutzprodukten

 

Dabei ist aus krankenhaushygienischer Sicht die Desinfektion der Hände dem Händewaschen vorzuziehen, da sie deutlich effizienter ist. Sie ist die wohl günstigste und einfachste Maßnahme, um die Verbreitung von Krankheitserregern nicht nur im Krankenhaus zu vermeiden. Deshalb wird auch im AUVA-UKH Linz großer Wert darauf gelegt – an allen wichtigen Stellen wurden Desinfektionsmittelspender montiert, um den Mitarbeitern und Besuchern die Möglichkeit zur Händedesinfektion zu bieten:

  • in allen Patientenzimmern
  • in Nebenräumen
  • auf Wägen (Verband- und Infusionswagen, Reinigungswägen), die für die Versorgung im Krankenhaus benötigt werden

 

„Das Aufstellen von Desinfektionsmittelspendern im Eingangsbereich eines Krankenhauses ist mittlerweile State-of-the-art. Im UKH Linz steht aber auch beim Zugang zur Physiotherapie, beim Eingang in den Mitarbeiterspeisesaal und vor jeder Bettenstation ein Händedesinfektionsmittelspender mit „touchless“ Funktion, also berührungsfrei, zur Verfügung“, zeigt sich Witzany stolz auf die Angebote seines Krankenhauses. Gleichzeitig rät der Hygieneexperte aber außerhalb des Krankenhauses nur dann zu Händedesinfektionsmitteln zu greifen, wenn man keine unmittelbare Gelegenheit hat, sich die Hände zu waschen (wie z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln). „Besonders im Umgang mit Kindern ist es wichtig, in keine Hysterie zu verfallen – Desinfektionsmittel sind hier im Normalfall zu viel. Denn Menschen müssen im Laufe ihres Lebens mit Krankheitserregern in Kontakt kommen, um eine Immunabwehr bilden zu können“, erklärt Witzany weiter. 


Der Experte hat aber auch wichtige Tipps für das Leben außerhalb des Krankenhauses, um Grippeinfektionen vorzubeugen:

  • Hände regelmäßig waschen – mit Wasser UND Seife: Nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause
  • Richtiges Händewaschen: Hände anfeuchten, die Seife in beiden Händen kurz aufschäumen, Seifenreste gut abwaschen und die Hände ORDENTLICH TROCKNEN
  • Besondere Sorgfalt beim Händewaschen auf die Fingerzwischenräume, das Fingernagelbett und auf das Handgelenk legen
  • Darauf achten, wo sich die Hände befinden. So zum Beispiel nach dem Einkauf die Hände vom Gesicht fernhalten. Denn über die gemeinsamen Berührungsflächen mit Mitmenschen (z. B. Einkaufswagen), gelangen eventuell Erreger auf die eigenen Hände. 
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln oder engem Raum darauf achten, sich nicht direkt anhusten oder anniesen zu lassen.
  • Selbst beim Husten und Niesen nicht die Handinnenfläche vorhalten, sondern besser in die Ellenbeuge husten oder niesen.
  • Lüften Sie Ihr Zuhause mehrmals täglich für jeweils 10 Minuten
  • Eine gesunde und vitaminreiche Ernährung stärkt außerdem das Immunsystem



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