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07.06.2018, Graz: Zuverlässiger und kompetenter Partner - AUVA kooperiert mit der Montanuniversität und dem Zentrum am Berg


Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt AUVA arbeitet eng und erfolgreich in mehreren Bereichen mit dem Lehrstuhl für Subsurface Engineering der Montanuniversität Leoben (MUL) zusammen. Auf der einen Seite findet eine erfolgreiche Kooperation im Bereich der Ausbildung von Studenten statt – Studenten können eine eigene Vorlesung zum Thema „Arbeitssicherheit im Tunnelbau“ besuchen, die von Dipl.-Ing. Gregor Hohenecker aus der Abteilung für Unfallverhütung und Berufskrankheitenbekämpfung der AUVA gehalten wird. Damit werden sie in Bezug auf Arbeitssicherheit, Verantwortung und Haftung für ihre weitere berufliche Laufbahn vorbereitet. Künftig sollen diese Vorlesungen direkt im Zentrum am Berg (ZaB) abgehalten werden, damit die Studierenden nicht nur theoretisch sondern auch praktisch auf höchstem Niveau ausgebildet werden. 

Besichtigung der Baufortschritte beim Zentrum am Berg  Im Bild v.l.n.r.:
AUVA-Landesdirektor DI Dr. Hannes Weißenbacher, DI Gregor Hohenecker von der Abteilung für Unfallverhütung und Berufskrankheitenbekämpfung der AUVA und Univ.-Prof. DI Dr. Robert Galler bei der Besichtigung der Baufortschritte beim Zentrum am Berg.


„Hier am ZaB kann unter realen Rahmenbedingungen perfekt geforscht und geschult werden - Arbeitssicherheit inkludiert!“, so Dipl.-Ing. Gregor Hohenecker.

AUVA-Landesdirektor Dipl.-Ing. Dr. Hannes Weißenbacher betont, „dass Prävention eine der Kernaufgaben der AUVA darstellt und zeigt sich stolz über die Möglichkeiten zur Mitwirkung an diesem einzigartigen Forschungszentrum“.

Auf der anderen Seite ist die AUVA mit dem Leiter des Lehrstuhls für Subsurface Engineering, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Robert Galler in seinen Funktionen als österreichischer Repräsentant der International Tunnelling Association und als internationaler Leiter des ITA-CET-Communication-Education-Training in engem Kontakt, um auch die österreichischen Normen in Bezug auf Arbeitssicherheit grenzübergreifend weiterzuentwickeln. So wurde in den letzten Jahren die Richtlinie Verkehr und Straße (RVS) 09.01.51 überarbeitet, die die Arbeitssicherheit umfassend von der Planung bis zur Ausführung regelt.

Auch deckt die AUVA den gesetzlichen Auftrag für Forschung und Entwicklung in Projekten mit der Montanuniversität ab. Ausgelöst durch die Analyse von schweren Arbeitsunfällen im Tunnelbau entstand ein Forschungsprojekt um die „Personenerkennung im Tunnelbau“ in Zukunft zu ermöglichen, damit Großgeräte unter den im Tunnelbau vorherrschenden Randbedingungen keine Verletzungen an den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verursachen. Dabei gelang es bei diesem Projekt unter der Federführung der Montanuniversität und mit Unterstützung der österreichischen Bauindustrie, der AUVA und einem Hersteller von Großgeräten, einen funktionierenden Prototypen für die Praxis umzusetzen.

Derzeit wird intensiv an einem Forschungs-Projekt zur Erhöhung der Sicherheit Untertage mit dem Projektnamen: „TUSI Bau und Betrieb“ - Qualifizierungsmaßnahme zur Erhöhung der Sicherheit im Infrastrukturbau mit Schwerpunkt im Untertagebau durch Einführung innovativer Technologien und unternehmensübergreifender Prozesse von der Planung über die Ausführung bis hin zum Betrieb" gearbeitet. 

In diesem Projekt soll das Know-how der einzelnen Teilnehmer in einem interdisziplinären Team dazu beitragen, die Sicherheit Untertage (vorwiegend im Tunnelbau) zu erhöhen. Entwickelt wird erstmals eine Sicherheitsausbildung die den Rahmen von der Planungsphase über die Bauphase bis zur Betriebsphase  spannt. Besonders durch die Entwicklung von neuen Sicherheitsstandards und Entwicklung eines geeigneten Wissenstransfers können Arbeitsunfälle (und auch in späterer Folge Wegunfalle) in dieser unfallträchtigen Branche erheblich reduziert werden.

Die AUVA erhält im Zuge des Projekts neue Erkenntnisse und weiteres Know-how seitens anderer Projektpartner (TU Graz, Montanuniversität Leoben, ÖBB, Planungsbüros u.a.), um die eigenen Inhalte für Präventionsmaßnahmen für diese Branche zu optimieren, um auch weiterhin bestens für die Zukunft gerüstet sein zu können.

„Die Zusammenarbeit funktioniert perfekt!“, meint Prof. Robert Galler.