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Metallbe- und -verarbeitung


Folgende krebserzeugende Arbeitsstoffe können in der Be- und Verarbeitung von Metall  vorkommen:

Benzol

Bei Sandgießverfahren entsteht unter anderem Benzol bei der thermischen Zersetzung von organischen Bindemitteln.

Steckbrief Benzol

M.plus 340.9 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in der Be- und Verarbeitung von Metall

Beryllium

Beryllium wird beispielsweise beim Punktschweißen als Elektrodenzusatz verwendet. Dabei kann Rauch oder Staub entstehen, der als krebserzeugend eingestuft ist. Gleiches gilt für die Weiterverarbeitung von Beryllium-haltigen Legierungen z. B. Schleifen von funkenfreien Werkzeugen.

Steckbrief Beryllium

Cadmium

Bei der Herstellung und dem Recycling von Nickel-Cadmium-Akkus sowie Dünnschicht-Solarzellen kann man in Kontakt mit Cadmium kommen. Es kann auch z. B. bei der Herstellung von Keramikglasuren in den verwendeten Farbpigmenten vorkommen. 

Steckbrief Cadmium

Chrom(VI)-Verbindungen

Beim Schweißen von hoch legierten Stählen oder bei Auftragschweißungen entsteht krebserzeugender Rauch. Dies betrifft vor allem Chrom(VI)-Verbindungen und Nickeloxide, selten zinkchromat-, cadmium- und cobalthaltige Rauche. Chrom(VI)-Verbindungen können zudem als Rauche beim thermischen Spritzen von Pulvern, Stäben oder Drähten sowie als Schleifstaub bei der Bearbeitung von Hartmetall, etwa beim Werkzeugschleifen, freigesetzt werden. In der Galvanik werden bspw. Chromtrioxid bzw. Chrom(VI)-oxid als Ausgangsprodukt beim Hartverchromen verwendet. Im Herstellungsprozess von Zement entstehen wasserlösliche Chrom(VI)-Verbindungen, doch seit 2005 ist nur mehr chromatarmer Zement zugelassen.

Steckbrief Chrom(VI)-Verbindungen

Steckbrief Cadmium

Steckbrief Cobalt

Steckbrief Nickel

M.plus 340.3 Krebserzeugende Arbeitsstoffe beim Edelstahlschweißen

M.plus 340.6 Krebserzeugende Arbeitsstoffe auf Baustellen

M.plus 340.9 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in der Be- und Verarbeitung von Metall

M.plus 340.10 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in Galvanikbetrieben

Cobalt

Cobalt wird als Bindemittel in Hartmetallen verwendet, findet aber auch in der Zahntechnik, der Herstellung von Batterien oder auch als Trocknermetall in Leinöl Verwendung. Bei der Bearbeitung solcher Hartmetalle (etwa beim Schleifen von Werkzeugen) können Cobaltverbindungen daher wieder frei werden, z. B. in Form von Aerosolen oder als Schleifstaub. Auch der beim thermischen Spritzen von Pulvern, Stäben oder Drähten entstehende Rauch enthält Cobaltverbindungen. Cobalt(II)-sulfat wird in der Galvanik als Zusatzstoff beim Blaupassivieren eingesetzt

Steckbrief Cobalt

M.plus 340.9 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in der Be- und Verarbeitung von Metall

M.plus 340.10 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in Galvanikbetrieben

Edelstahlschweißrauch

Beim Schweißen von legierten Stählen kommt es je nach Legierungsbestandteilen und Zusatzwerkstoffen und in Abhängigkeit vom gewählten Schweißverfahren zu mehr oder weniger hohen Belastungen. Die dabei entstehenden Oxide sind in vielen Fällen krebserzeugend, häufig sind dies Nickeloxide und Chrom(VI)-Verbindungen. 

Da Schweißnähte häufig mit Schleif- und Poliermaschinen behandelt werden ist auch bei diesen Tätigkeiten auf entstehende Arbeitsstoffe zu achten. Es kommt häufig vor, dass die Exposition gegenüber Nickel beim Schleifen höher ist als beim Schweißen.

Steckbrief Edelstahlschweißrauch

M.plus 340.3 Krebserzeugende Arbeitsstoffe beim Edelstahlschweißen

Formaldehyd und Furfurylalkohol

Bei Sandgießverfahren entstehen Furfurylalkohol und Formaldehyd in der Kernherstellung aus Phenol-Formaldehyd-Harzen und Furanharzen. Bei manuellen Tätigkeiten mit dem Formsandgemisch besteht die Gefahr der Aufnahme von Formaldehyd und Furfurylalkohol über die Haut.

Steckbrief Formaldehyd

Steckbrief Furfurylalkohol

M.plus 340.9 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in der Be- und Verarbeitung von Metall

Nickel

Nickeloxide entstehen beim Schweißen von hoch legierten Stählen oder bei Auftragschweißungen. Nickelverbindungen können auch beim Schleifen, Bohren oder Schneiden von Metall sowie beim thermischen Spritzen von Pulvern, Stäben oder Drähten freigesetzt werden. 

Steckbrief Nickel

M.plus 340.9 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in der Be- und Verarbeitung von Metall

M.plus 340.10 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in Galvanikbetrieben

Nitrosamine (KSS – Kühlschmierstoffe)

Krebserzeugende Nitrosamine kommen nicht nur im Tabakrauch vor, sondern können unter bestimmten Bedingungen bei gewissen Arbeitsverfahren vorkommen.

Steckbrief Nitrosamine

M.plus 369 Sicherer Umgang mit Kühlschmierstoffen im Betrieb

Quarzstaub

Bei Sandgießverfahren wird u. a. quarzhältiger Formsand zum händischen oder maschinellen Formen und in der Kernmacherei verwendet. Quarzstaub wird in der Folge auch beim Auspacken von Gussstücken, z. B. auf Rüttelrosten und bei Putzarbeiten von Gusstücken durch quarzhaltige Strahlmittel frei. Quarzfeinstaub (silikogener Staub) kann zu Silikose führen und damit auch Lungenkrebs verursachen. 

Steckbrief Quarzstaub

M.plus 340.9 Krebserzeugende Arbeitsstoffe in der Be- und Verarbeitung von Metall