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Gesundheitseinrichtungen


Folgende krebserzeugende Arbeitsstoffe können in Gesundheitseinrichtungen vorkommen:

Ethylenoxid (Sterilisation)

Ethylenoxid tötet Mikroorganismen wie Pilze, Bakterien und Viren ab. Diese Eigenschaft nützt man bei der Begasung von Substanzen und Gegenständen, um sie zu sterilisieren. Ein breiter Anwendungsbereich ist in der Medizin zu finden, wo chirurgische Instrumente und Medizinprodukte ohne Hitzeeinwirkung sterilisiert werden. Ethylenoxid kommt verflüssigt in Druckbehältern in den Handel.

linkSteckbrief Ethylenoxid

Formaldehyd

Formalin ist eine wässrige Formaldehyd-Lösung und wird hauptsächlich zur Fixierung von Gewebeproben in der Histologie, Pathologie und Anatomie eingesetzt. Aber auch in anderen Bereichen werden formaldehydhaltige Produkte zum Beispiel als Desinfektionsmittel angewandt. 

linkSteckbrief Formaldehyd

Chirurgische Rauchgase bei der Elektrokoagulation (PAK - polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

Bei chirurgischen Eingriffen, bei denen mit Hitze oder durch Ultraschall Gewebe durchtrennt, verschorft oder die Blutung gestillt wird (Elektrokautern, Ultraschallskalpell oder Laser), können chirurgische Rauchgase entstehen. Diese können unterschiedlich zusammengesetzt sein und stellen jedenfalls ein gesundheitsgefährdendes Potential dar.

linkSteckbrief PAK

linkAUVA-Merkblatt M 140 "Lasersicherheit in der Medizin"

linkChirurgische Rauchgase: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen (www.issa.int)

Zytostatika

Zytostatika werden in erster Linie im Rahmen einer Chemotherapie bei einer Krebserkrankung eingesetzt. Es sind Substanzen, die das Zellwachstum und/oder die Zellteilung hemmen. Aufgrund dieser Wirkungsweise können sie selbst krebserzeugend, erbgutverändernd und reproduktionstoxisch sein (CMR-Arzneimittel).

linkSicher Arbeiten mit Zytostatika (www.medizinberufe.at)

linkStandards für das Gebrauchsfertigmachen, die Applikation und die Entsorgung von Zytostatika (www.bmgf.gv.at)