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Wir wissen es mit Sicherheit

Unsere Expertinnen und Experten geben Tipps zur Arbeitssicherheit und beantworten Fragen. Denn jeder Unfall - ob am Arbeitsplatz oder in der Schule - ist einer zu viel!


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Flüssiggas

Flüssiggas ist ein Gefahrgut! Dank der guten technischen Gestaltung moderner Flüssiggasgeräte ist eine sichere Verwendung auch im privaten Bereich leicht zu gewährleisten. Vorausgesetzt es werden einige sicherheitstechnische Grundsätze beachtet!

Die Lagerung und Verwendung von Flüssiggas hat vorzugsweise im Freien zu erfolgen. In gut belüfteten Räumen dürfen Behälter bis 15kg Inhalt verwendet werden. Geschlossene enge Räume, Innenhöfe aber auch Fahrzeuginnenräume sind für Flüssiggas ungeeignet. Insbesondere in Kellerräumen ist Flüssiggas verboten, da es schwere als Luft ist und sich an tiefer gelegenen Stellen sammeln kann.

Vor dem Anschließen der Flasche sind unbedingt die Bedienungsanleitung des Gasgeräts und die Hinweise des Flüssiggaslieferanten zu studieren. Alle Teile der Flüssiggasanlage sind auf offensichtliche Schäden zu überprüfen. Die Anschlüsse müssen sicher passen und die Dichtung darf nicht fehlen. Die Dichtheit der Schraubverbindungen muss nach jedem Flaschenwechsel überprüft werden, am besten mit einem Leckspray.
Weites ist zu beachten, dass die Flaschen nur aufrecht und ausreichend standfest angeschlossen werden dürfen. Sie sind vor Erwärmung zu schützen und dürfen nicht in der Nähe von Zündquellen aufgestellt werden, dazu zählen auch elektrische Geräte.

Beachten Sie bitte auch, dass fix installiert Verrohrungen nur vom Fachmann verlegt werden und größere Anlagen über 35kg Flüssiggas einer behördlichen Genehmigung bedürfen. 

linkMerkblatt M 363 Flüssiggas (477.2 KB)

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Ladungssicherung

Bestimmt jeder hat schon die Auswirkungen der physikalischen Kräfte kennengelernt, wenn bei einer Notbremsung diverse Materialien durch den Laderaum geschleudert werden. Ist nur ein "Transportschaden" die Folge eines solchen Fahrmanövers, kann dieser meist wieder bereinigt werden – der Lerneffekt bleibt fraglich. Wird jedoch durch verrutschendes Ladegut die Fahrdynamik des Fahrzeuges beeinträchtigt, oder sind sogar Personenschäden die Folge mangelnder Ladungssicherung, findet man sich bald wieder am Boden der Realität. Meist werden die Auswirkungen von ungesicherter Ladung aus Gründen der Unwissenheit oder Leichtsinn unterschätzt, obwohl oft schon durch einfache Methoden und Ladungssicherungsmitteln mögliche Gefahren gebannt wären. Durch Vermeiden von Ladelücken, Erhöhung der Reibung mittels Antirutschmatten und die Verwendung von Zurrgurten bzw. entsprechender Netze, können nicht nur Strafen, sondern auch Unfälle verhindert werden.

Der Unfallverhütungsdienst der Landesstelle Wien bietet Veranstaltungen in Ihrem Betrieb zum Thema Ladungssicherung an:

linkladegut-wien@auva.at

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Zecken - schützt Impfen vollständig?

Ein Zeckenbiss kann böse Folgen haben. In Österreich erkranken an die 100 Menschen pro Jahr an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Vor dieser – nur in bestimmten Gebieten auftretenden – Virus-Erkrankung schützt die FSME-Impfung. Sie wird in Österreich empfohlen. Für Beschäftigte mit hohem beruflichem Risiko (z.B. Forstwirtschaft) wird der Impfstoff von der AUVA bezahlt.

Gegen die häufiger übertragene Lyme-Borreliose gibt es keinen Impfschutz. Für sie gilt: vermeiden, kontrollieren und behandeln mit Antibiotika. Eine Infektion ist in ganz Österreich möglich. Bei unzureichender Behandlung können noch Jahre nach der Infektion Beschwerden auftreten.

Die AUVA rät, sich zu schützen durch

  • regelmäßige Impfung (nur FSME);
  • richtige Bekleidung und Zeckenschutzmittel;
  • Kontrolle auf Zeckenbiss nach dem Aufenthalt im Freien. Zecken so früh als möglich ohne Alkohol oder Öl entfernen;
  • Arztbesuch beim Auftreten einer auffälligen Rötung rund um den Biss.

Beruflich besonders gefährdeten Versicherten bietet die AUVA Schutzimpfungen, um Berufskrankheiten durch Infektionen vorzubeugen. 

linkwww.auva.at/schutzimfpung

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Bildschirmarbeit

Wie soll ich meinen Bildschirm im Büro aufstellen?
Viele Beschwerden, wie z.B. Beschwerden im Nacken- und Halswirbelbereich, Schulterverspannungen oder Augen- und Kopfschmerzen, entstehen oft durch einen falsch aufgestellten Bildschirm.
Hier einige hilfreiche Tipps, um Ihren Monitor in die richtige Position zu rücken (Auszug aus unserem AUVA-Merkblatt M 026 „Bildschirmarbeitsplätze“):

  • Den Bildschirm so aufstellen, dass die Blickrichtung darauf parallel zu den Fensterflächen erfolgen kann – sofern von den Räumlichkeiten möglich (Blendschutz verwenden).
  • Es dürfen keine störenden Reflexionen z.B. durch Fenster, Lichtkuppeln oder Leuchten, am Bildschirm entstehen.
  • Es dürfen sich keinesfalls helle Fensterflächen in Blickrichtung und in unmittelbarer Nähe des Bildschirms befinden.
  • Höhe: Die oberste Informationszeile darf nicht über der Augenhöhe liegen – günstiger ist es, wenn der Bildschirm etwas unterhalb angeordnet ist.
  • Sehabstand: 50 bis 75 cm; Als Merkregel gilt: Der richtige Sehabstand ist gewährleistet, wenn aus einer aufrechten Sitzposition mit ausgestrecktem Arm die Hand flach auf den Bildschirm aufgelegt werden kann.
  • Neigung: so einstellen, dass die Sehachse im rechten Winkel auf die Bildschirmmitte trifft.

Lassen Sie sich beim Aufstellen Ihres Bildschirmes durch Ihre Präventivfachkraft (Sicherheitsfachkraft oder Arbeitsmediziner) oder durch Ihre Sicherheitsvertrauensperson (SVP) helfen und unterstützen.

linkMerkblatt M 026 Bildschirmarbeitsplätze (8.9 MB)

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Zu trockene Luft macht krank!

Die richtige Luftfeuchte ist der wesentliche Klimaparameter und entscheidet maßgeblich die Qualität des Raumklimas. Besonders im Winter, wenn die Außenluft kalt ist, enthält sie zu wenig Feuchtigkeit. Dadurch ergeben sich in beheizten Räumen oft relative Luftfeuchtigkeiten von unter 20%. Das Ergebnis sind Infektionen der Atemwege, Schluckbeschwerden, Halsschmerzen und brennende Augen als häufige Symptome.

Die richtige Luftfeuchte?
Als Komfortbereich für Büro- und Arbeitsräume wird eine relative Luftfeuchte zwischen 40 % und 70 % empfohlen. Eine gesetzliche Forderung zur Einhaltung einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 70 % ergibt sich allerdings nur dann, wenn eine Klimaanlage installiert ist.

Was tun bei zu trockner Luft am Arbeitsplatz?

Tipp 1: Richtig lüften
In den Wintermonaten sollten Fenster nur kurz aber dafür weit geöffnet werden (Stoßlüftung), weil in der Regel die Außenluft trockener als die Raumluft ist.

Tipp 2: Räume nicht überheizen
Steigt die Raumtemperatur bei gleichbleibender absoluter Luftfeuchte, sinkt die relative Luftfeuchte. Die Luft wird trocken.

Tipp 3: Trinken Sie reichlich
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2 bis 3 Liter pro Tag kann den Selbstreinigungsprozess der Schleimhäute unterstützen.

Tipp 4: Luftfeuchtigkeit regelmäßig messen
Kaufen Sie ein Hygrometer und kontrollieren Sie die Luftfeuchte.

Tipp 5: Zusätzliche Feuchte einbringen
Ist die Luft im Büroraum über einen längeren Zeitraum unter 40 % relativer Feuchte, sollte der Einbau oder die Aufstellung von Luftbefeuchtungssystemen erfolgen. Achten Sie jedoch auf einen hygienischen und sicheren Betrieb.

Die AUVA bietet Ihnen eine kompetente Hilfestellung und Unterstützung bei raumklimatischen Problemen an. Durch Messungen und Beratungen werden Probleme eruiert und sinnvolle Lösungen diskutiert.

Sie haben Fragen an unsere Experten?
Schreiben Sie ein E-Mail an
linksichereswissen@auva.at

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Skihelme sind wirksam

Skihelmfolder Die AUVA begrüßt die Einführung einer Skihelmpflicht für Kinder. Diese erleiden bei Skiunfällen und Stürzen häufiger Kopfverletzungen als Erwachsene. Die Gründe liegen in der schwächeren Muskulatur und in den kindlichen Körperproportionen. Das betrifft nicht nur die Verletzungsgefahr beim Skifahren sondern auch beim Radfahren und Inline-Skaten. Durch einen Helm können schwere Verletzungen am Kopf verhindert oder zumindest stark gemildert werden. Kinder sollten daher keinesfalls ohne Helm auf die Piste.


Was ist beim Kauf eines Ski-Helmes zu beachten?

Das Hauptaugenmerk sollte man auf die Passform legen. Das macht es unerlässlich, den Helm zu probieren und sich nicht nur auf die Größenangaben zu verlassen, da diese je nach Hersteller variieren können. Daher sollte Ihr Kind unbedingt beim Helm-Kauf dabei sein. Die richtige Größe ist dann gefunden, wenn der unbefestigte Helm bei ruckartigen Seitwärtsbewegungen des Kopfes nicht verrutscht. Bewegt sich der Helm doch, wird er sich bei einem Aufprall trotz Kinnriemens vermutlich auch verschieben. Der Helm darf nicht drücken, aber auch nicht wackeln, weiters sollte eine Ski- und Sonnenbrille darunter bequem zu tragen sein. Ein wichtiges aber auch kostenintensives Ausstattungsdetail sind Belüftungsöffnungen, Hitzestaus an warmen Tagen können damit vermieden werden. Wird der Helm durch einen Sturz in Mitleidenschaft gezogen, sollte er auf jeden Fall ausgetauscht werden.

Die AUVA hat einen Folder herausgebracht, der Eltern beim Kauf des richtigen Ski- oder Snowboardhelms für ihr Kind unterstützen soll.

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Weihnachten ohne Stress

Kaum in einer anderen Zeit des Jahres gehen Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander. Der Wunsch nach einem harmonischen und ruhigen Fest im Kreise der Familie wird oft durch Konsum- und Vorbereitungsstress, durch Spannungen und Konflikte enttäuscht.
Genießen Sie die schönen Seiten von Weihnachten und schrauben Sie Ihre erhöhten Erwartungen auf ein realistisches Maß herunter.

  1. Besprechen Sie gemeinsam mit allen Beteiligten, wie das Fest aussehen soll und wer welchen Beitrag leistet.
  2. Vermeiden Sie übertriebenes Pflichtgefühl. Ein einfaches gemütliches Essen oder ein Restaurantbesuch im kleinen Kreis kann die Grundlage für einen entspannten Weihnachtsabend sein.
  3. Entgehen Sie der vorweihnachtlichen Einkaufshektik, indem Sie die Zahl der Beschenkten reduzieren und die Geschenke rechtzeitig besorgen. Ein Zeitplan kann Sie dabei unterstützen.
  4. Schenken Sie sich auch selbst etwas: beispielsweise einen gemeinsamen Theaterbesuch oder eine Städtereise mit dem Partner oder einem Freund.

Dabei werden Sie sich von so manchen lästigen Pflichten befreien und Ihre eigenen Weihnachtsrituale entwickeln.

In diesem Sinne wünschen  wir Ihnen erholsame und besinnliche Weihnachten.

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Sichtbarkeit ist Sicherheit

Kinder mit Reflektoren In der dunklen Jahreszeit steigen die Risiken für Kinder im Straßenverkehr. Besonders unfallkritisch sind die Zeiten zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 16 und 18 Uhr. Die Zeit also, in der es noch dunkel ist oder bereits wieder dämmert. Viele dieser Unfälle könnten vermieden werden, wären die Kinder rechtzeitig gesehen worden.
Sie als Eltern können viel für die Schulwegsicherheit Ihrer Kinder tun. So sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr Kind stets in kontrastreicher und auffälliger Kleidung unterwegs ist. Noch besser ist Kleidung mit bereits eingearbeiteten Reflexstreifen, die am Tag nicht auffallen, mit denen sie in der Dämmerung und Dunkelheit von Kfz-Lenkern jedoch schon von weitem erkennbar sind.

Zum Vergleich: Mit reflektierender Kleidung sind Fußgänger bereits auf eine Distanz von 150 Metern zu sehen. Mit dunkler Kleidung jedoch erst auf eine Entfernung von 30 Metern. Für ein rechtzeitiges Bremsmanöver kann es dann schon zu spät sein. Sehen und gesehen werden entscheidet im Ernstfall nur allzu oft über Leben und Tod. Deshalb: Je auffälliger, desto besser!

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Regelmäßige Prüfung der FI-Schutzschalter schützt vor Stromunfällen und Bränden

Die Umstellung auf die Winterzeit ist der ideale Zeitpunkt, um die Fehlerstromschutzschalter, besser bekannt als FI-Schutzschalter, zu überprüfen.

Durch ein einfaches Betätigen der Prüftaste kann festgestellt werden, ob der FI-Schutzschalter seine Funktion, nämlich den Schutz vor elektrisch gezündeten Bränden und Elektrounfällen, erfüllt. Löst der FI-Schalter bei der Prüfung nicht aus, sollte sofort ein befugter Elektrotechniker kontaktiert werden, denn dann ist Gefahr in Verzug.

Ob die gesamte elektrische Anlage in Ordnung ist, kann aber nur durch eine Überprüfung eines befugten Elektrotechnikers aller elektrischen Leitungen und Installationen festgestellt werden. Eine solche Überprüfung ist in privaten Haushalten alle 5 Jahre empfohlen. Bei einer Neuerrichtung oder bei Änderungen der elektrischen Anlage ist diese Überprüfung jedenfalls verpflichtend.

linkMerkblatt M 420 Sicherer Umgang mit Elektrizität (7.4 MB)

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Heben & Tragen, aber richtig!

Eine Tätigkeit, die wir tagtäglich ausüben, leider aber sehr oft falsch!
Damit kein Bandscheibenvorfall entsteht bzw. Sie Ihr Kreuz schonen, hier einige Tipps zum richtigen „Heben & Tragen“:

  • Achten Sie auf eine möglichst aufrechte Haltung
    •  mit geradem Rücken
    • Die Last möglichst körpernahe heben.
    • Die Last so aufheben, dass sie mit geradem Rücken weitertransportiert werden kann.
  • Oberkörper nicht verdrehen: zusätzliche Gefahr für Bandscheiben und Rückenmuskulatur.
  •  Machen Sie Pause, bevor Sie Schmerzen fühlen.
  • Lassen Sie sich helfen.
  • Tragen Sie besser zwei leichte Lasten als eine schwere.
  • Tragen Sie praktische Kleidung und Schuhe.
  • Walken und schwimmen bieten Ausgleich.

linkMerkblatt M 025 Heben und tragen (22.2 MB)

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Trink-Unkultur am Arbeitsplatz – Wege der Prävention

Alkohol hat als Genussmittel einen wichtigen Stellenwert im gesellschaftlichen Leben Österreichs. Auch der Arbeitsplatz ist davon nicht ausgenommen. Auf Betriebsfeiern wird nicht selten im Übermaß getrunken und das „Feierabendbier“ ist fester Bestandteil der österreichischen Trinkkultur.

Was aber, wenn Alkohol die Ausführung der Arbeitstätigkeit beeinträchtigt. Der betriebswirtschaftliche Schaden (Fehlzeiten, Arbeitsfehler, Unfälle etc.), der auf Alkoholkonsum zurückzuführen ist, beläuft sich in Österreich auf rund 3 Millionen Euro pro Tag. Das Unfallrisiko erhöht sich mit zunehmendem Promillegehalt enorm. Dabei gefährden alkoholisierte Arbeitnehmer nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kollegen.

Wegschauen und Verharmlosen hilft weder den Betroffenen noch deren Kollegen oder dem Betrieb. Soll das Problem an den Wurzeln angepackt werden, sind Bewusstseinsbildung und Betriebsvereinbarungen zum Umgang mit Berauschung unumgänglich. Auch die Gleichbehandlung aller betroffenen Arbeitnehmer hinsichtlich dienstrechtlicher und arbeitsrechtlicher Folgen kann so sichergestellt werden. Nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam können diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zum gesunden und sicheren Betrieb setzen.

linkMerkblatt M 015 Vom Konsum zum Genuss (Alkohol) (5.3 MB)

linkFolder Sicher? Sicher nicht mit Alkohol (3.4 MB)

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Alles Leben ist Chemie! – Ohne Chemie ist alles Leben nichts!

Wie könnte es anders sein – so ein Satz muss aus dem Munde eines Chemikers kommen! Tatsächlich ist es aber so, dass chemische Erzeugnisse, Produkte und Chemikalien meist unbewusst in einem hohen Maße zu unserem Wohlstandsgefühl beitragen. Oder wollen Sie auf Ihr Auto (Treibstoffe), Ihr Waschmittel (Geschirrspüler, Waschmaschine, Handwaschmittel) oder die vielen Kunststoffprodukte im Haushalt gerne verzichten?

Gerne wird allerdings beim Einsatz chemischer Produkte auf die Notwendigkeit der Gefahrenkunde dieser zumeist Stoffgemische simpel vergessen: Wussten Sie, dass Nagellackentferner (Aceton) brennen kann? Die Beachtung der nach Konsumentenschutzgesetz auf der Verpackung verpflichtend anzubringenden Gefahrensymbole sowie der Risikohinweise (R-Sätze) und Sicherheitsratschläge (S-Sätze) hätte schon so manches Drama im Haushalt verhindern helfen können!

Die Liste der Produkte, die vor allem bei missbräuchlichem Einsatz gefährliche Situationen entstehen lassen können, ist länger, als uns allen lieb ist.

Und obwohl die Gefahrguttransportvorschriften für Privatpersonen nicht gelten, ändert das nichts an den gefährlichen Eigenschaften von Lacken, Spraydosen, Unkrautvernichtungsmitteln und „Co“!
Last but not least verbringen wir einen nicht unerheblichen Teil der Lebenszeit am Arbeitsplatz: Ja, erraten, und auch dort gehen wir mit chemischen Produkten um!

Allerdings soll jetzt nicht übertriebene Angst aufkommen, denn selbst unsere biologischen Lebenskreisläufe beruhen auf chemischen Reaktionen: Damit wir aber im chemischen „Großlabor“ des Lebens und der Lebensbedingungen halbwegs unbeschadet existieren können, gilt es, die „Spielregeln“ auf den Verpackungen zu lesen und unbedingt zu beachten!

linkAngebote der AUVA zum Thema Chemie

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Vorsicht Rutschgefahr

Wussten Sie, dass ein Viertel aller Stürze auf ebenem Boden in Räumen das Resultat von rutschigen Oberflächen sind? Wussten Sie, dass diese Unfälle zu jenen gehören, die die durchschnittlich längste Krankenstandsdauer verursachen? Und wussten Sie auch, dass genau diese Unfälle leicht zu vermeiden sind?

Besonders bei unsachgemäßer Reinigung ist das Gefahrenpotential viel höher als man so allgemein annimmt.
Wichtig ist, unter anderem das richtige Reinigungsmittel um die Verschmutzungen wie Fette und Öle rückstandslos zu entfernen.

Werden dann bei der Nassreinigung die Flächen nur abschnittsweise bearbeitet, bleibt genug trockene Fläche, um die Wege weiterhin gefahrlos zu benutzen, vorausgesetzt, der Arbeitsbereich wird entsprechend gekennzeichnet. Wird zudem vor dem Betreten die Feuchtigkeit abgesaugt oder mit einem trockenen Reinigungstuch nachgewischt, ergibt das nicht nur ein sauberes Ergebnis zum Anschauen sondern auch optimale Sicherheit für Alle.

Das Verhüten von Unfällen kostet manchmal etwas Zeit, doch was ist das schon im Gegensatz zu den Kosten eines Krankenstandes infolge von gebrochenen Gliedmaßen.

Zwei Poster aus der Serie "BABA & FALL NET" zum Thema:

linkPoster Reinigung 2 - Rutschpartie (348.9 KB)

linkPoster Reinigung 1 - Nässe (299.1 KB)

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Persönliche Schutzausrüstung für Alle!

Nicht nur Sportler müssen und sollen sich so gut wie möglich gegen Gefahren schützen. Ob mit dem passenden Helm, entsprechenden Protektoren oder mit der richtigen Kleidung ist es auch beim Arbeiten im Betrieb und in der Freizeit ein Zeichen der Professionalität und Verantwortung, wenn entsprechende persönliche Schutzausrüstung verwendet wird.

Für die verschiedenste Einsatzbereiche werden Schutzbrillen, Gehörschutz, Schutzhelme, Sicherheitsschuhe, Arbeitshandschuhe, Atemschutz und vieles andere mehr im Fachhandel angeboten. Aber auch Hautschutz und UV-Schutz gehören zur persönlichen Schutzausrüstung.

Im Betrieb ist der Arbeitgeber für die kostenlose Bereitstellung der benötigten Ausrüstung verantwortlich, er hat zudem das Benutzen derselbigen zu kontrollieren.

Im privaten Bereich sollte es aber auch selbstverständlich sein, nur ausreichend geschützt zu arbeiten. Es ist schließlich eine Tatsache, dass ein Großteil der Unfälle bei Tätigkeiten passiert, die normalerweise nicht so durchgeführt werden.

linkAUVA-Medien zum Thema "Persönlicher Schutz"

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Schultasche: Gesunder Rücken kann entzücken

Kindern den Start ins Schulleben so leicht wie möglich zu machen, heißt auch die richtige Schultasche zu wählen. Die Eltern sollten beim Kauf das Hauptaugenmerk auf Gesundheit und Sicherheit legen.
Gerade bei Erstklässlern ist die Wirbelsäule durch Fehl- und Überbelastung leicht verformbar und deswegen besonders anfällig. Eine körpergerechte Schultasche kann Rückenproblemen vorbeugen und schont den Kinderrücken.

Wichtig sind ein ergonomisch geformter Rückenteil, gut gepolsterte Tragegurte, körpernahes Tragen sowie korrekt eingestellte Trageriemen.

Ein weiteres Kriterium beim Kauf ist die optische Warnwirkung – Schultaschen sollen deswegen mit ausreichend Reflektoren ausgestattet sein, um Kinder in der Dämmerung und Dunkelheit sichtbar zu machen.

Eine Hilfestellung für den Kauf: Wenn die künftige Schultasche der ÖNORM 2170 entspricht, sind Eltern damit schon auf der sicheren und gesunden Seite.

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Schulbeginn: Einmaleins für Autofahrer

"Aufpassen!", "Auf Grün Warten!", "Nach links und rechts schauen!" -Verhaltensregeln gibt es viele für die Kinder zu Schulbeginn. Die eigentliche Gefahr im Straßenverkehr geht aber von vier Rädern aus. Verantwortlich für die Sicherheit der Kinder sind wir Großen, deswegen die wichtigsten Schulweg-Regeln für Autofahrer: Der Vertrauensgrundsatz ist nicht auf Kinder anwendbar.

Jedes noch so spontane oder unvernünftige Verhalten des Kindes muss jederzeit einkalkuliert werden. Immer und überall - nicht nur bei Ampel, Zebrastreifen & Co - haben Sie Kindern, selbst wenn diese in Begleitung sind, das Queren der Fahrbahn zu ermöglichen. Runter vom Gas: Autofahrer müssen überall, wo mit Kindern zu rechnen ist, langsamer fahren.

Achtung Schulbus: Hat ein Bus, der mit einer orangen Schülertransporttafel gekennzeichnet ist, die Alarmblinkanlage und zusätzliche Warnleuchten eingeschaltet, gilt für den nachkommenden Verkehr absolutes Vorbeifahrverbot.

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Gehör schützen!

Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit. Wer starkem Lärm mehr als 40 Stunden pro Woche ungeschützt ausgesetzt ist, riskiert einen Hörschaden. Der beste Schutz neben technischen Schalldämpfern sind persönliche Gehörschützer. Hier gibt es eine Vielzahl von Schutzstöpseln für den Gehörgang sowie Kapselschützer. Wann welcher Gehörschutz zu empfehlen ist, hat die AUVA in einem Merkblatt zusammengefasst.

linkMerkblatt M 700 Gehörschützer (1.6 MB)

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Kindersitze sollten selbstverständlich sein

Traurig, aber wahr: Am häufigsten verunglücken Kinder dort, wo sie sich eigentlich am sichersten fühlen sollten, in der Obhut ihrer Eltern - z.B. als Mitfahrer im Auto. Die kostbarste aller „Frachten" wird viel zu oft völlig ungesichert transportiert, wie aktuelle Untersuchungen zeigen.

Bereits bei geringer Geschwindigkeit werden bei einem Zusammenstoß gewaltige Kräfte frei: Bei einem Frontalaufprall mit 50 km/h katapultiert Ihr ungesichertes Kind innerhalb einer Zehntelsekunde mit dem bis zu 30-fachen des Körpergewichts nach vorn.

Sichern Sie deshalb Ihren Sprössling bei jeder Autofahrt - sei sie noch so kurz - in einem entsprechenden Kindersitz! Gesichert heißt jedoch nicht unbedingt auch richtig gesichert. Ein Großteil der in Verwendung befindlichen Kindersitze wird nicht korrekt benutzt. Fachkundige Beratung, Information und Montagehilfe beim Kauf des Sitzes sind daher von enormer Bedeutung.

linkwww.autokindersitz.at

linkKindersitz-Info beim Kuratorium für Verkehrssicherheit

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Das CE-Zeichen

Es begegnet uns täglich und ist uns schon so vertraut, dass wir es gar nicht mehr wahrnehmen. Das CE-Zeichen wird oft mit einem Qualitätszeichen verwechselt. Die CE-Kennzeichnung soll aber als „Produktreisepass" den freien Warenverkehr im Europäischen Wirtschaftraum (EWR) sicherstellen. Sie steht in keiner Weise für die besondere Qualität eines Produkts. Die AUVA hat eine Infobroschüre zum Thema CE-Kennzeichnung herausgegeben.

Sie können Sie hier im PDF-Format downloaden oder mit dem Online-Formular bestellen:

linkMerkblatt M 090 Die CE-Kennzeichnung (2.7 MB)

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Mit dem Drahtesel zur Schule

Auch wenn Ihr Kind schon "Meister auf zwei Rädern" ist: Die Beherrschung des Fahrrads allein ist zu wenig, um Kinder alleine zur Schule radeln zu lassen.

Eltern müssen sich vor Ort klar werden, ob sie ihr Kind tatsächlich alleine auf die Straße entlassen können, sprich die örtlichen Verkehrsverhältnisse müssen es zulassen. Grundsätzlich gilt: Geringe Verkehrsdichte, vorhandene Radwege sowie gesicherte Kreuzungen und Übergänge sprechen für einen Schulweg mit Rad.

Eine gute Vorbereitung auf den Straßenverkehr bietet die freiwillige Radfahrprüfung, die zumeist in der 4. und 5. Schulstufe absolviert wird. Ein Kind mit Radausweis darf mit 10 Jahren im Straßenverkehr alleine unterwegs sein - ohne allerdings erst mit zwölf.

Die Eltern sollten ihr Kind so lange mit dem Rad zur Schule begleiten, bis sie sicher sind, dass es den Weg zuverlässig alleine beherrscht.

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Oft unterschätzt - die Gefahren von Leitern

Leitern sind einfach aufgebaut und werden häufig verwendet. Doch werden die Gefahren, die von ihnen ausgehen, oft unterschätzt.

Die meisten Unfälle passieren durch die falsche Verwendung oder Auswahl der Leiter. Verwenden Sie immer nur eine für das Vorhaben geeignete Leiter. Sie sind auch nur für leichte und kurzfristige Arbeiten im leicht erreichbaren Bereich (Greifraum) geeignet. Bei Anlegeleitern muss man darauf achten, dass sie so aufgestellt sind, dass sie nicht wegrutschen oder umkippen können.

Von Stehleitern aus darf man auf keine erhöhten Standplätze steigen, da hier die Gefahr besteht, dass die Stehleiter beim Wegsteigen seitlich wegkippt und umfällt. Schadhafte Leitern sind nicht zu reparieren sondern durch neue zu ersetzen. Dies alles sollte aber nicht zur Ausrede dienen, Sesseln und Tische als Aufstiegshilfen zu verwenden. Diese „Lösungen" führen nämlich noch viel leichter zu Unfällen.

linkCheckliste Verhütung von Sturzunfällen

linkFolder Leitern (399.2 KB)

linkSpezial Leitern (1.7 MB)

linkVideospot Leiter (Aktion BABA) (2.6 MB)

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Der Erste-Hilfe-Kasten!

Erste-Hilfe-Kästen müssen - ebenso wie eventuell vorhandene Defibrillatoren - regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf ergänzt oder ersetzt werden.

Abgelaufene oder aufgerissene Materialien müssen ausgetauscht werden. Verwendete Materialien sollten möglichst rasch wieder ergänzt werden, um eine einwandfreie Versorgung von Verunfallten zu gewährleisten. Ein Inhaltsverzeichnis mit Nachweis der regelmäßigen Überprüfung ist dringend anzuraten.

In der ÖNORM Z 1020 finden sich Vorgaben für Erste-Hilfe-Kästen. Eine Liste der Notrufnummern sowie der Betrieblichen Ersthelfer und deren Erreichbarkeiten soll entweder an Erste-Hilfe-Kästen oder daneben angebracht werden.

Bei Anbringung eines Erste-Hilfe-Kastens achten Sie darauf, dass dieser an gut sichtbarer und zugänglicher Stelle montiert wird. Zusätzliche Hinweistafeln erleichtern im Notfall auch das Auffinden des Erste-Hilfe-Kastens!