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Unfälle bei der Berufs(bildungs)orientierung


Unter Versicherungsschutz stehen auch Unfälle von Schülern und Schülerinnen bei der individuellen Berufs(bildungs)orientierung.

Individuelle Berufs(bildungs)orientierung während der Unterrichtszeiten

(§ 175 Abs 5 Z 1 ASVG)

In der „Schülerunfallversicherung“ gelten als Arbeitsunfälle auch Unfälle, die sich bei der Teilnahme an einer individuellen Berufs(bildungs)orientierung gemäß § 13b des Schulunterrichtsgesetzes (SchUG) ereignen.

Gemäß § 13b SchUG kann

  • Schülern und Schülerinnen der 8. Klasse der Volksschule,
  • der 4. Klasse der Hauptschule,
  • der 8. und der 9. Klasse der Sonderschule,
  • der Polytechnischen Schule sowie
  • der 4. Klasse der allgemein bildenden höheren Schule

auf ihr Ansuchen die Erlaubnis erteilt werden, zum Zweck der individuellen Berufs(bildungs) orientierung an bis zu fünf Tagen dem Unterricht fern zu bleiben.

Sofern die Durchführung der individuellen Berufs(bildungs)orientierung in einem Betrieb erfolgt, ist eine Eingliederung in den Arbeitsprozess nicht zulässig.

Individuelle Berufsorientierung außerhalb der Unterrichtszeiten

(§ 175 Abs 5 Z 3 ASVG)

Hier ist der Personenkreis weiter gefasst:

Unter Versicherungsschutz stehen Unfälle von Schülerinnen und Schüler im oder nach dem achten Schuljahr bei der Absolvierung einer individuellen Berufsorientierung ohne Eingliederung in den Arbeitsprozess im Ausmaß von höchstens 15 Tagen pro Betrieb und Kalenderjahr außerhalb der Unterrichtszeiten und der im § 13 b SCHUG geregelten Veranstaltungen, wenn von der/dem/den Erziehungsberechtigten eine Zustimmung vorliegt.