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Sport im Rehabilitationszentrum Weißer Hof


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Von der Therapie zum Sport

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Sport als wichtiger Teil der umfassenden Rehabilitation

Gruppemit Kind Die gesamte Therapie in der Rehabilitation ist auf ein Ziel ausgerichtet:
Verletzte oder Erkrankte wieder zur größtmöglichen Selbständigkeit zu führen.  

Der Sport ist hier keine Ausnahme. Sportliche Aktivitäten sollen den Geist aktivieren, Selbstvertrauen und Selbstachtung entwickeln sowie Selbstdisziplin, Wettkampfgeist und Kameradschaft wecken. Somit ist Sport eine wichtige Komponente zur sozialen Wiedereingliederung.

An der körperlichen Fitness muss ständig neu gearbeitet werden, um sie zu erhalten. Daher sollte Sport nicht mit der Entlassung aus dem Rehabilitationszentrum enden, sondern zum lebenslangen Begleiter werden.

Das AUVA-Rehabilitationszentrum ermöglicht auch die Kontakte zu den zahlreichen Behindertensporteinrichtungen bzw. Vereinen mit ihrem reichhaltigen Angebot von Gesundheits-, Breiten- und Spitzensport.

linkÖsterreichischer Behindertensportverband

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Sport für jeden Geschmack

Breit gefächertes Einstiegsangebot

Kugelstoßen Als Einstiegshilfe wird auch im Rehabilitationszentrum Weißer Hof der AUVA ein Sportprogramm für Behinderte angeboten. Die dabei durchgeführten Sportarten, reichen von Leichtathletik, Rollstuhlsport und Tennis bis hin zu den verschiedenen Hallensportarten, wie Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby, Bogenschießen, Tischtennis und Sitzball (ein Spiel für Amputierte - ähnlich dem Volleyball)

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Öffnung für Sportgruppen von außen

Trainingsmöglichkeiten für Breiten- und Spitzensport

Rollstuhlbasketball, AUVA-Archiv An jedem Donnerstagnachmittag stehen die Sportanlagen und Einrichtungen des Rehabilitationszentrums Weißer Hof für den Behindertensport zur Verfügung. Die Sportlehrer betreuen die Übungsgruppen.

Seit der Gründung des BSV Weißer Hof im Jahre 1988 nehmen sehr viele externe Sportler dieses Angebot in Anspruch. Angeboten werden allgemeine und konditionsfördernde Gymnastik, Leichtathletik, Rollstuhlbasketball, Schwimmen, Tetra Rugby, Sitzball, Tennis und Tischtennis.

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Kaderschmiede für Staatsmeister

Behinderte Spitzenathleten haben überdies die Möglichkeit, jede Woche an mehreren Abenden hindurch im Rehabilitationszentrum Weißer Hof zu trainieren. Unter der Leitung der Sportlehrer zusammen mit Spartentrainern wird dieses Angebot von vielen Sportlern und Sportlerinnen gerne angenommen.

Aus diesen Sportgruppen haben sich in den letzten Jahren einige Leistungssportler herausgebildet. So gibt es neben Spitzenathleten in der Leichtathletik, Schwimmen (Europameister, Staatsmeister), Tischtennis (Welt - und Europameister im Einzel, mehrmalige Staatsmeister) auch den zweifachen Rollstuhlbasketballstaatsmeister Conveen Sitting Bulls und den mehrfachen Tetra Rugby-Staatsmeister Four Aces.

linkSitting Bulls

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Gemeinsam Probleme überwinden

Gruppe Neben dem sportlichen Aspekt des Sportnachmittages ist der gesellschaftliche Aspekt ebenso wichtig.

Durch die Behinderung, aber mehr noch durch Unverständnis und Ablehnung aus der Gesellschaft haben behinderte Menschen mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Das Training in der Gruppe macht es leichter, gemeinsam die eigene Trägheit zu überwinden. Es bringt auch Unterstützung und Anerkennung. Auch scheinbar kleine Erfolgserlebnisse sind motivierend und unterstützend.

Mit dieser Mischung - Angebot differenzierter Möglichkeiten für Breiten- und Spitzensportler und der Möglichkeit, auch gesellschaftliche Kontakte anzubahnen und zu pflegen - glauben wir, ein wesentliches Bedürfnis von behinderten Menschen im allgemeinen und Querschnittgelähmten im besonderen abzudecken.

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Jährlicher Höhepunkt: das Sportfest im September

Außergewöhnlichen Anklang findet das jährliche Sportfest. Stationäre und ehemalige Patienten bestreiten in spielerischer Form einen sportlichen Wettkampf. Insgesamt nehmen etwa 130 Aktive teil.

Der Termin für das Sportfest ist immer der gleiche. Es ist jeweils der erste Freitag im September. Ein großer Pluspunkt bei unserem Sportfest ist, dass es nicht "tierisch ernst" zugeht. Was aber nicht heißen soll, dass man den Wettkampf nicht ernst nimmt. Jeder Teilnehmer kämpft verbissen um die zu vergebenden Punkte. Wenn es aber dann bei der Siegerehrung keinen Pokal oder Medaille und vielleicht für den letzten Platz einen Trostpreis gibt, bricht die Welt auch nicht zusammen.

Der gemütliche Ausklang im Rahmen einer groß angelegten Abschlussveranstaltung mit Buffet, Musik, Tanz und Showeinlagen der Therapeuten des Rehabilitationszentrums lässt eine sportliche Niederlage oder eine schlechte Platzierung schnell vergessen.

Jahr für Jahr erreichen wir mit dem Sportfest auch unser eigentliches Ziel, das Hinführen der stationären Patienten zum Behindertensport. Vielleicht sieht man den einen oder anderen beim nächsten Schwimm-Meeting, Tischtennis-Turnier oder in der Basketball-Mannschaft wieder.

Natürlich bedarf jedes Sportfest einer gewissenhaften Vorbereitung und das Zusammenwirken aller Kräfte eines Rehabilitationszentrums. Besonders die Unterstützung der Verwaltung ist unerlässlich. In unserem Haus ist das Sportfest wirklich zu einem "Highlight" für das ganze Rehabilitationszentrum geworden und alle freuen sich bereits auf diesen Tag.