DRUCKEN

Medizinische Direktion


Die Entwicklung der medizinischen Dokumentation in der AUVA

1956
Beginn der medizinischen Dokumentation im damals neu eröffneten Unfallkrankenhaus Meidling.

Mit Hilfe des dort für die Dokumentation von unfallchirurgischen und orthopädischen Daten entwickelten Verschlüsselungssystems konnte die Diagnose erstmals zusammen mit  der wichtigsten Erstbehandlung auf Lochkarte abgebildet und damit dauerhaft gespeichert werden.

Auswertungen der gespeicherten Daten erfolgten damals mit Hilfe von Sortier- und Tabelliermaschinen.

1957
Das Unfallkrankenhaus Brigittenau (heute Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler) schloss sich der Dokumentation an.

1969
Mit Einführung der zentralen Krankenhausverrechnung wurden sämtliche Unfallkrankenhäuser  der AUVA ebenfalls in die MEDDOK mit einbezogen.

Ab diesem Jahr wurde auch der Behandlungsverlauf bei stationären Fällen dokumentiert. Gleichzeitig wurde das Speichermedium Lochkarte vom Magnetband abgelöst und ein leistungsfähiges Auswertungsprogramm erstellt.

Versuche, die Rehabilitationszentren  in die Dokumentation mit einzubeziehen, scheiterten vorerst.

1988
Die österreichischen Krankenanstalten wurden per Novelle zum Krankenanstaltengesetz zur Führung einer medizinischen Dokumentation verpflichtet. Die MEDDOK gewann dadurch stark an Bedeutung.

1989
Einführung der Diagnoseverschlüsselung nach der
ICD- 9 Systematik (stationäre Patienten). Die Verschlüsselung von Diagnose- und Behandlungsdaten in die MEDDOK Datenbank wurde jedoch beibehalten.

1991
Einführung einer modifizierten Verschlüsselungssystematik mit Definition neuer MEDDOK-Schlüsselzahlen und Schlüsselzahlengruppen. Damit wurde eine Aktualisierung bzw. Erweiterung der Verschlüsselungsmöglichkeiten erreicht.

1992
Auch die Krankengeschichten der Rehabilitationszentren wurden ab 1992 nach den gleichen Grundsätzen wie jene der UKH verschlüsselt.

2000
Die Verschlüsselung von Daten der  Rehabilitationszentren in die MEDDOK wurde mit Jahresende 2000 eingestellt.

2001
Beginn der Diagnoseverschlüsselung nach
ICD-10 sowie der Leistungsverschlüsselung mit Hilfe von ASTRA-OP Codes bzw. Codes für medizinische Einzelleistungen (MEL).

2004 
Der Aufbau der SESAM Datenbank (MEDDOK) wurde umstrukturiert und die Datenbank (mit Daten ab 1999) nach ASTRA übernommen. Die Verschlüsselung der Daten erfolgt ab 2004 ebenfalls unter ASTRA. Dadurch besteht bei Abfragen die Möglichkeit, MEDDOK Daten mit anderen ASTRA Daten (z.B. ASTRA OP Codes,  ICD 10 Diagnosen, Medizinische Einzelleistungen) zu verknüpfen.

Implementierung einer Zugriffsmöglichkeit auf MEDDOK-Daten über COGNOS Software.

Statistische Auswertungen
MEDDOK-Daten bis 1999 werden derzeit mit Hilfe der Datenbankanwendung MS Access abgefragt.

Abfragen der MEDDOK Daten ab 1999 werden unter Verwendung der Datawarehouse-Software von COGNOS durchgeführt. Diese ermöglicht den Zugriff auf 1.600.000 Patientenzahlen, 2.100.000 Diagnose- sowie 2.400.000 Behandlungsdatensätze.

Anforderung von Datenbankabfragen
Zur Beantwortung von Fragestellungen aus dem medizinisch wissenschaftlichen Bereich bzw. der Unfallprävention können Abfragen und Auswertungen der MEDDOK Datenbestände  bei der medizinischen Direktion der AUVA angefordert werden *).

*) Auftraggebern, die nicht AUVA-Mitarbeiter sind und mit denen kein Kooperationsvertrag besteht, wird ein Unkostenbeitrag verrechnet

Ansprechpartner
Dr. med. Michael Szivak,
medizinische Direktion der AUVA

E-Mail:  linkMichael.Szivak@auva.at