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Anästhesie und Intensivmedizin


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1. Was ist die Anästhesie?

Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet das Ausschalten oder Fehlen von Schmerzempfindungen.

Ursprünglich ging es bei der Anästhesie nur um die Schmerzausschaltung. In der Antike verwendete man Alkohol, Opium und Hanf. Im modernen Sinn geht es aber hauptsächlich um die Ermöglichung von chirurgischen Eingriffen, ohne dass der Patient dadurch Schaden nimmt. Die moderne Narkose, also Betäubung, wurde von einem amerikanischen Chirurgen, Crawford Long, 1842 erfunden. Ohne diese wären die Vorschritte in der Chirurgie nicht möglich gewesen. In diesen 162 Jahren hat sich die Anästhesie zu einem hochkomplexen Fach entwickelt.

In den letzten Jahren kehrt sie aber auch zu ihren Wurzeln, nämlich die Schmerzbehandlung, zurück und wendet dieses Wissen in der Behandlung von chronischen Schmerzen an. Zu diesem Zweck haben wir eine Schmerzambulanz eingerichtet.

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2. Welche Arten der Schmerzausschaltung gibt es?

Man unterscheidet zwischen allgemeiner Anästhesie oder auch Narkose, die den ganzen Körper betrifft und in der Regel mit Bewusstlosigkeit verbunden ist, und der Regionalanästhesie, die auf einen bestimmten Körperabschnitt beschränkt bleibt.

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3. Wer entscheidet über das Verfahren?

Bei Wahleingriffen werden die möglichen Verfahren mindestens einen Tag vorher von einer/-m Anästhesist/in in der Anästhesieambulanz mit dem Patienten besprochen und gemeinsam ausgewählt.

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4. Welche Verfahren stehen zur Auswahl?

Neben der bekannten Vollnarkose stehen mit der Spinalanästhesie (im Volksmund Kreuzstich), der Epiduralanästhesie (bekannt zur Schmerzbehandlung bei der Geburt) bis hin zur Blockade einzelner Nerven ein ganzes Arsenal an verschiedenen Techniken zur Verfügung, um eine möglichst gute individuelle Versorgung des Patienten zu gewährleisten.

Manche Regionalanästhesieverfahren können auch zur Schmerzreduktion nach der Operation mit einer Vollnarkose kombiniert werden.

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5. Was soll ich in das Spital mitnehmen?

Bitte nehmen Sie alle Ihre Befunde und Entlassungsbriefe mit. Sollten Sie wegen einer chronischen Erkrankung bei einem Arzt in Behandlung sein, wäre ein Befund von diesem sicherlich hilfreich. Im Zweifelsfall bzw. bei bekannter schwerer Krankheit setzen Sie sich bitte unbedingt mit unserer Abteilung in Verbindung.

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6. Wer führt das Verfahren durch?

Alle Formen der Anästhesie werden von einem Team bestehend aus einer erfahrenen Anästhesistin bzw. einem erfahrenen Anästhesisten und einer Anästhesieschwester bzw. einem Anästhesiepfleger durchgeführt.

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7. Wie lange dauert das Verfahren?

Die Vollnarkose wird kurz vor dem Beginn der Operation eingeleitet und üblicherweise nur bis Ende des Eingriffes aufrechterhalten. Das Aufwachen erfolgt noch im Operationssaal, dann erfolgt der Transfer in den Aufwachraum, in dem Sie bis zum Abklingen der Medikamente beobachtet werden.

Bei der Regionalanästhesie ist meist eine längere Vorbereitungszeit notwendig, auch hält die Wirkung über die Operationsdauer hinaus an.

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8. Wie lange muss ich im Spital bleiben?

Diese ist von der chirurgischen Nachbetreuung abhängig. Nach einer unkomplizierten Vollnarkose wäre eine Entlassung am nächsten Tag möglich.