DRUCKEN

Arbeitspsychologie


Die Arbeits- und Organisationspsychologen befassen sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen bei der Arbeit bzw. in Organisationen (Betrieben) - und zwar des „gesunden“ Menschen. Es gibt wissenschaftlich beforschte Grenzen, ab denen Arbeitsbedingungen für Menschen zur psychischen und oder sozialen Belastung werden. Das kann - wenn diese Fehlbelastungen über längere Zeit hin bestehen bleiben - dazu führen, dass

  • es zu Unstimmigkeiten und häufigen Konflikten kommt bis hin zu Mobbing, Bossing, Stalking usw. oder
  • Menschen suchtkrank werden, z. B. Alkohol, Medikamente, Coffein, Zigaretten etc. oder
  • psychische und/oder physische Erkrankungen von Mitarbeitern vermehrt auftreten und 
  • Unfälle häufiger werden.

Zettel mit Wortlaut Arbeitspsychologie Psychische Belastungen sind also laut ArbeitnehmerInnenschutzgesetz zu evaluieren und die Experten dafür sind Arbeits- und Organisationspsychologen (lt. ASchG § 82a (5) „…hat der Arbeitgeber je nach der in der Arbeitsstätte gegebenen Gefährdungs- und Belastungssituation gemäß § 76 Abs. 3 bzw. § 81 Abs. 3 beizuziehende sonstige geeignete Fachleute wie Chemiker, Toxikologen, Ergonomen, insbesondere jedoch Arbeitspsychologen, oder die Sicherheitsfachkräfte und/oder die Arbeitsmediziner zu beschäftigen.“)

Experten der AUVA decken das breite Spektrum der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie der Arbeitssoziologie ab, von der Vermeidung von Risiken durch menschengerechte Arbeitsbedingungen über Schwerpunkte der Prävention bei sozialen, sozialstrukturellen und arbeitsorganisatorischen Belastungen bis hin zu verständlichen Anweisungen.

Auszug aus Erlass und Beilage des BMWA:
"3.2 Arbeitnehmerschutzrelevante Fachbereiche: Eine Auflistung aller aus Sicht des Arbeitnehmerschutzes in Frage kommender Fachbereiche ist nicht möglich. Nach bisherigen Erfahrungen und im Hinblick auf den Aufgabenkatalog der Präventivdienste kommen beispielsweise folgende Fachbereiche in Betracht:

Prävention bei Stress, psychosozialen, arbeitsorganisatorischen Belastungen, Mobbingprävention, Betreuung bei posttraumatischem Stresssyndrom (PTS) u.a.:

• Arbeitspsychologie (insbesondere)
• Organisationspsychologie
• Betriebssoziologie"

Mehr dazu

linkErlass Sonstige Fachleute (1) (40.7 KB)

linkBeilage Erlass Sonstige Fachleute (65.7 KB)