Röntgen Mehrschicht-Computertomographie Magnetresonanztomographie Sonographie/Ultraschall Labor Technische Ausstattung
Röntgen
Picture Archiving and Communication System (PACS).
Die Bilderstellung erfolgt nicht mehr über Röntgenfilme, sondern nur mehr digital. Die Daten werden über ein Glasfasernetz transportiert, die Befundung wird an hochauflösenden Monitoren durchgeführt.
Diese digitale Röntgentechnik kommt prinzipiell mit einer geringeren Strahlendosis aus. Bildbearbeitungsmöglichkeiten am Computer helfen, Doppel- und Mehrfachuntersuchungen zu vermeiden. Das führt zu einer niedrigeren Strahlenbelasung für unsere Patienten und schont die Umwelt durch Verzicht auf Chemikalien.
Neben den herkömmlichen Röntgenuntersuchungen stehen für spezielle Fragestellungen im Rahmen einer Abklärung noch ein besonders schneller Computertomograph (siehe dort), eine Angiographieeinheit (zur Darstellung des arteriellen und venösen Gefäßsystems) sowie eine spezielle Durchleuchtungseinheit ("Polystar") zur Verfügung.
Hochmoderne Röntgendurchleuchtungsgeräte in unseren Operationssälen und in der Wundversorgung ermöglichen eine direkte Einspeicherung von intraoperativen Röntgenbildern in das digitale Datennetz.
Insgesamt ermöglicht unser Team von Radiologietechnikerinnen und einer Fachärztin für Radiologie eine lückenlose radiologische Abklärung unserer Patienten rund um die Uhr.
Hier besteht auch eine direkte Zusmamenarbeit mit der Abteilung für Radiologie am LKH Graz West.
Mehrschicht-Computertomographie
Bei der Computertomographie werden Schnittbilder aus dem Körperinneren erzeugt. Dafür wird der Patient liegend in einen Ring geschoben, um ihn herum bewegt sich rotierend eine Röntgenröhre. Die durchdringende Röntgenstrahlung wird von einem Detektor gemessen, in elektrische Signale umgewandelt, die auf einem Computerschirm als Bilder dargestellt werden. So entstehen präzise, überlagerungsfreie Bilder, die auch kleinste gewebsdichte Unterschiede in diversen Organen anzeigen.
Der Multislice Computertomograph (Siemens Somatom 16 "Sensation") im UKH Graz ermöglicht es, innerhalb einer Zeitspanne von 10 bis 30 Sekunden große Körperregionen zu untersuchen. Dabei werden in einem Untersuchungsgang die verschiedenen Organe, Knochen, Weichteile und Gefäße auf einmal erfasst.
Nach dem sehr kurzen Scan-Vorgang erfolgt über die Nachbearbeitung und Bildauswertung die Diagnosestellung. Die Bilder werden simultan im digitalen Röntgeninformationssystem des UKH gespeichert und können von jeder beliebigen Betrachtungsstelle aus jederzeit abgerufen werden (Operationssaal, Schockraum, Erstuntersuchung). Da der gesamte Datensatz der Untersuchung des Patienten vorliegt, können eventuell auftretende Fragestellungen auch nachträglich beantwortet werden, ohne den Patienten neuerlich untersuchen zu müssen.
Magnetresonanztomographie
Das Unfallkrankenhaus Graz verfügt über keinen eigenen Magnetresonanztomographen, im Rahmen des Kooperationsmodells "Spitalsverbund Graz - West" können jedoch notwendige MR - Untersuchungen innerhalb kürzester Zeit im nahen Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz - Eggenberg durchgeführt werden.
Sonographie/Ultraschall
Gut darstellbar sind vor allem Weichteilveränderungen (Gelenksergüsse, Muskel oder Sehnenrisse), während Veränderungen im oder hinter Knochen durch gewisse Schallphänomene nicht zur Darstellung gelangen ("Schallauslöschung"). Die Eindringtiefe der Signale ist von der verwendeten Ultraschallfrequenz abhängig. Für Untersuchungen des Bauchraumes empfiehlt sich ein Schallkopf mit 3,5 MHz, in der unfallchirurgischen Diagnostik haben sich Schallköpfe mit 5 bis 7,5 MHz als vorteilhaft erwiesen. Für die Darstellung von sehr oberflächlichen Strukturen (Schulter, Finger) kann auch ein Schallkopf mit höherer Frequenz gewählt werden (13,5 MHz).
Die Vorteile der Sonographie liegen in der raschen Durchführbarkeit, einer nicht vorhandenen Strahlenbelastung, den relativ günstigen Kosten und der einfachen Dokumentationsmöglichkeit von klinischen Befunden. Zudem besteht die Möglichkeit einer dynamischen Untersuchung auch im Seitenvergleich.
Im Grazer Unfallkrankenhaus stehen für Patientenuntersuchungen insgesamt vier Ultraschallgeräte zur Verfügung. Eines im Schockraum, ein weiteres auf der Intensivstation. Beide Geräte werden in der Diagnostik schwerstverletzter Patienten oder zur Verlaufskontrolle bei Intensivpatienten eingesetzt.
Zwei weitere Geräte im Ambulanz- Erstaufnahmebereich finden ihren Einsatz vor allem in der Weichteildiagnostik (z.B. bei Achillessehnenrissen), in der Abklärung von schmerzhaften Schultererkrankungen, zum Ausschluss von Zusatzverletzungen im Bauchbereich bei Brustkorbtraumen.
Zudem werden diese Geräte aber auch sehr häufig zur genauen Abklärung von Venenerkrankungen (Phlebosonographie) oder Herzerkrankungen (Cardiosonographie) durch den internistischen Oberarzt herangezogen.
Labor
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder geführt.
Im Unfallkrankenhaus steht rund um die Uhr eine Notfallslabor zur Verfügung; im Bereich des Notfallslabors ist auch ein ein Blutdepot installiert.
Technische Ausstattung
- 1 Multislice-CT (Siemens "Sensation" 16)
- 4 Ultraschallgeräte stehen im Schockraum, auf der Intensivstation und im Sonographieraum.
- 6 fahrbare C - Bögen (Bildwandler) kommen in den aseptischen Operationssälen, in der Wundversorgung und in den Gipszimmern zum Einsatz.
- 4 fahrbare Röntgengeräte stehen für die aseptischen Operationssäle, die Wundversorgung, die Intensivstation und die beiden Gipszimmer zur Verfügung.
- 5 stationäre Röntgen-Aufnahmeplätze
1 Aufnahmeplatz befindet sich im stationären Röntgenbereich, wo ausschließlich stationäre Patienten untersucht werden.
4 Aufnahmeplätze sind im Röntgen/Parterre, in unmittelbarer Nähe von Erstuntersuchung und Nachbehandlung, wo frischverletzte und ambulante Patienten untersucht werden. - 1 speziell für polytraumatisierte Patienten adaptierter Röntgen-Aufnahmeplatz (Siemens Vertix 3 D III) steht im Schockraum.
- 1 stationäres Durchleuchtungsgerät (Siemens Polystar) steht im Röntgen/Parterre für alle nicht intraoperativen Durchleuchtungen zur Verfügung.
Picture Archiving and Communication System (PACS)
PACS steht für die Archivierung und Übertragung digitalisierter Bilddaten.
Das UKH Graz ist vollständig digitalisiert und arbeitet mit einem AUVA-eigenen PACS-System. Seit dem Jahr 2000 werden
sämtliche Röntgenbilder digital angefertigt und archiviert.
Teleradiologische Kommunikation besteht mit:
- LKH - GRAZ - WEST
- Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eggenberg
- LKH GRAZ
- Diagnostikzentrum KOPP/KULLNIG, Graz
- Diagnostikzentrum PREIDLER/SZOLAR, Graz
- zu allen Unfallkrankenhäusern, die bereits PACS installiert haben.
Das Magnetresonanzgerät wird in Kooperation mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eggenberg und zwei privaten Diagnostikzentren genutzt.
