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Entgeltfortzahlung


Dienstgeberinnen bzw. Dienstgeber,  die in ihrem Unternehmen durchschnittlich nicht mehr als 50 Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmer beschäftigen, erhalten unter bestimmten Voraussetzungen von der AUVA folgende Leistungen:

  • Zuschuss nach Entgeltfortzahlung wegen Unfall oder Krankheit
  • Differenzvergütung für bestimmte Personengruppen

Zuschüsse nach Entgeltfortzahlung beschränken sich nicht auf Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, sondern werden grundsätzlich auch bei Privat- bzw. Freizeitunfällen und sonstigen Krankheiten gezahlt.

Ein Anspruch auf Differenzvergütung besteht für Unfälle bestimmter Personengruppen, die sich nach dem 30. Juli 2013 ereignet haben. In folgenden Fällen erhalten Sie die Differenz zwischen dem Zuschuss zur Entgeltfortzahlung und der tatsächlichen Höhe der Entgeltfortzahlung einschließlich der Sonderzahlungen vergütet:

  1. bei Unfällen von Mitgliedern oder freiwilligen Helfern einer Blaulichtorganisation im Sinne des § 176 Abs. 1 Z 7 lit. a ASVG während der Ausbildung, Übung oder im Einsatzfall
  2. bei Unfällen von Personen im Zivil-, Präsenz- oder Ausbildungsdienst während eines Einsatzes im Rahmen des Katastrophenschutzes und der Katastrophenhilfe, die eine Wiederaufnahme ihres Dienstverhältnisses verhindern

Blaulichtorganisationen im Sinne des § 176 Abs. 1 Z 7 lit. a ASVG sind:

  • Freiwillige Feuerwehren (Feuerwehrverbände)
  • Freiwillige Wasserwehren
  • Österreichisches Rotes Kreuz
  • Freiwillige Rettungsgesellschaften der Rettungsflugwacht
  • Österreichischer Bergrettungsdienst
  • Österreichische Wasserrettung
  • Lawinenwarnkommissionen
  • Österreichische Rettungshunde-Brigade
  • Strahlenspür- und -messtrupps

linkGesetzestext: Zuschüsse an die Dienstgeberinnen und Dienstgeber (18.7 KB)

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Antragstellung

Zuschüsse nach Entgeltortzahlung und Differenzvergütungen werden nur auf Antrag nach Ende der Entgeltfortzahlung gewährt. Die Ermittlung der Leistungen erfolgt in der Reihenfolge der Einbringung der Anträge.

Es bestehen folgende Möglichkeiten der Antragstellung:

  • Senden Sie den vollständig ausgefüllten, unterfertigten und mit Firmenstempel versehenen Antrag per Post oder Fax bzw. als gescanntes PDF-Dokument per E-Mail an die für Ihr Bundesland zuständige Dienststelle der AUVA. 

linkAntragsformular EFZ-Zuschuss (736.9 KB)

linkAusfüllhilfe: EFZ-Zuschuss (640.0 KB)

linkAUVA-Adressen für Entgeltfortzahlung 

  • Über ELDA Online (elektronischer Datenaustausch mit den österreichischen Sozialversicherungsträgern) können die Anträge auf Zuschuss nach Entgeltfortzahlung und Differenzvergütung elektronisch an die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt übermittelt werden.

linkAntrag EFZ mit ELDA 

Zu Unrecht geleistete Zuschüsse und Differenzvergütungen (z. B. aufgrund unrichtiger oder unvollständiger Angaben) können von der AUVA zurückgefordert werden.

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Frist für die Antragsstellung

Für die Antragstellung steht Ihnen eine Frist von 3 Jahren jeweils ab Beginn einer geleisteten Entgeltfortzahlung offen. Verspätet einlangende Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden.

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Wichtige Hinweise

  • Die Auszahlung der Zuschüsse und der Differenzvergütung erfolgt jeweils mit Ende April, Juli, Oktober oder Jänner, je nachdem in welchem Quartal Ihr Antrag eingelangt ist.
  • Falls zutreffend, schlüsseln Sie bitte zur einwandfreien Berechnung des Zuschusses innerhalb einer durchgehenden Arbeitsverhinderung die einzelnen Zeiten jeweils mit Beginn und Ende auf, wenn
    • die Entgeltfortzahlung in unterschiedlicher Höhe und/oder
    • wiederholt, z. B. bei neuerlicher Verpflichtung wegen Jahreswechsel geleistet wurde.
  • Der Zuschuss im Falle eines Unfalles erfordert eine ununterbrochene Dauer der jeweiligen Arbeitsverhinderung von mehr als 3 Kalendertagen.
  • Der Zuschuss im Falle einer Krankheit erfordert eine ununterbrochene Dauer der jeweiligen Arbeitsunfähigkeit von mehr als 10 Kalendertagen, d. h. mehrere, zeitlich nicht zusammenhängende Krankenstände (innerhalb eines Jahres) werden nicht zusammengerechnet.
  • Kuraufenthalte werden je nach zugrundeliegender Diagnose als krankheits- oder unfallbedingte Arbeitsverhinderung bezuschusst. Davon ausgenommen sind Kuraufenthalte aufgrund von Unfällen, die sich vor dem 01. Oktober 2002 ereignet haben.
  • Es werden nur gesetzliche oder kollektivvertragliche Entgeltfortzahlungen wegen Krankheit oder Unfall berücksichtigt. Die Rechtsgrundlage der geleisteten Entgeltfortzahlung ist verpflichtend im Antrag anzugeben.
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Unfallmeldung bei Arbeitsunfällen

Der Antrag auf Zuschuss nach Entgeltfortzahlung gilt NICHT als Meldung eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit. Für diese verpflichtend zu erstattenden Meldungen ist das aufliegende Unfallmeldeformular zu verwenden.

linkUnfallmeldung Erwerbstätige (1.2 MB) 

Weitere Informationen finden Sie im Menüpunkt "Zusätzliche Erläuterungen".